Was muss ich bei der Konstruktion eines 3D-Modells beachten?

Ein für den 3D-Druck geeignetes 3D-Modell sollte einige Anforderung erfüllen, um einen qualitativ einwandfreien 3D-Druck zu ermöglichen. 

Diese Anforderungen sind:

1. Wandstärke: Die Wände des 3D-Modells müssen eine gewisse Mindestdicke aufweisen damit sie einerseits überhaupt gedruckt werden können und andererseits auch stabil sind. Die minimale Wandstärke im FDM/FFF-Verfahren liegt bei ca. 1 mm. Für stabile Wände empfehlen wir jedoch Wandstärken von mindestens 2 mm.

2. Größe des 3D-Modells: Die Größe des 3D-Druckes ist durch den maximalen Bauraum begrenzt. Dieser liegt bei unseren Maschinen bei 200 x 200 x 200 mm. Es besteht aber natürlich auch die Möglichkeit das 3D-Modell in mehreren Teilen zu drucken und danach wieder zusammenzufügen.

3. Mindestabstände: Vor allem bei beweglichen Teile, die nahe aneinander liegen sollte ein Mindestabstand eingehalten werden um ein Verschmelzen der beiden Teile zu verhindern. Sollen zwei Druckteile vollständig voneinander getrennt gedruckt werden empfehlen wir einen Abstand von mindestens 2 mm einzuhalten.

4. Überhänge: Als Überhänge bezeichnet man Bereiche des 3D-Modells, die „in der Luft“ gedruckt werden müssen und keine Schicht als Trägermaterial verwenden. Unter diesen Überhängen muss somit ein s.g. Stützmaterial eingebaut werden. Dieses kann nach dem Druck einfach weggebrochen werden. Oftmals muss die Oberfläche des Modells jedoch durch schleifen geglättet werden. Dies ist vor allem bei passgenauen Teilen notwendig. Die Verwendung des Stützmaterials führt außerdem zu einem erhöhten Materialverbrauch und zu einer längeren Druckzeit. Des Weiteren ist die Oberfläche des Modells an Stellen mit Stützmaterial oft ungenau und rauer. Überhänge im 3D-Modell sollten also durch durch intelligente Konstruktion vermieden werden.